Der Massenkonsum steigt um 4,2 Prozent, ein weiterer Rekord seit dem Aufschwung

13.12.17 Marca España 2017, News 2017

Spanien steht durch den starken Konsum von Getränken, Fertiggerichten und „Premiumprodukten“ an der Spitze der europäischen Länder.

Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Aufschwungs sind in den Brieftaschen aller Spanier angekommen, die mehr konsumieren als im letzten Jahrzehnt. Dies ist die Schlussfolgerung aus aktuellen Daten bezüglich des Massenkonsums, der im dritten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent angestiegen ist.

Laut den Daten des Growth Reporter Berichts von Nielsen, markiert diese Zahl einen neuen Höchststand seit Beginn des Aufschwungs. Zwischen Juli und September dieses Jahres wurde der Vorjahresrekord – von 3,6 Prozent – weit übertroffen und es stellte sich seit Anfang 2017 eine ununterbrochene Wachstumstendenz ein. Der größte Teil des Anstiegs im dritten Quartal hat zur Ursache, dass die Verbraucher 2,5 Prozent mehr Produkte kauften. Die größte Neuerung aber liegt in den restlichen 1,7 Prozent, die sich aus dem Preisanstieg dieser Produkte ergeben – ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Quartalen. Schlussendlich füllen die Spanier aber weiterhin ihre Einkaufskörbe trotz dieses bemerkenswerten Preisanstiegs.

Wie gut die Situation in Spanien ist, sieht man besonders am direkten Vergleich mit der Umgebung. Der Wert Spaniens Konsumanstiegs liegt 1,4 Prozent über dem des gesamten europäischen Marktes und führt somit auch das Ranking der größten Volkswirtschaften Europas in diesem Bereich an, gefolgt von Italien mit 3,2 Prozent.

Die Studie umfasst Daten bezüglich des Konsums von Lebensmitteln und Getränken, die in Hypermärkten, Supermärkten und anderen Vertriebskanälen von Lebensmitteln registriert werden. Asís Gonzalez de Castejón, Verantwortlicher für Nielsen-Studien, bezeichnet die Daten als „außerordentlich positiv“ – die Evolution des Massenkonsums ist sehr stabil und überschreitet nur selten die drei-Prozent-Marke – und erläutert sie anhand von drei Faktoren.

Der erste Faktor ist der Konsum von Getränken, welcher um vier Prozent gestiegen ist und ein Drittel des Einkaufskorbs ausmacht. Diese Entwicklung ist einerseits bedingt durch den wirtschaftlichen Wohlstand – Haushalte kaufen beispielsweise Mineralwasser, anstatt Leitungswasser zu trinken –, andererseits durch den positiven Effekt der hohen Temperaturen eines außerordentlich heißen Sommers.

Ebenso sticht der Wandel beim Konsum der Haushalte hervor, denn diese haben immer weniger Mitglieder. Dies hat zur Folge, dass die Personen öfter zum Supermarkt gehen und kleinere Einkäufe erledigen, die besser an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Damit gehen dann auch immer mehr „Impulskäufe“ einher. Dies erklärt zum Beispiel auch den zehn-Prozent-Anstieg bei Fertiggerichten, gekühlten und gefrorenen Lebensmitteln.

Außerdem setzen immer mehr Konsumenten auf neu erschienene Produkte im Regal, was eine Gelegenheit für innovativere Unternehmen darstellt. Konkret sticht auch der Anstieg an Premiumprodukten hervor. Diese verkaufen sich aktuell sogar mehr als doppelt so oft wie konventionelle Produkte und entsprechen jedem vierten Euro, der von Spaniern ausgegeben wird.

Der Bericht von Nielsen betont, dass dies „der beste Moment beim Konsum Spaniens innerhalb des letzten Jahrzehnts ist, mit einem immer höheren Vertrauen des Konsumenten“. Dies spiegelt auch die Entwicklung des Konsumklimaindex wider, der während des dritten Quartals den Endstand vom Jahr 2016 um acht Punkte übertraf – 100,7 Punkte im Dezember vergangenen Jahres gegenüber den im letzten August erreichten 108,8.

Weihnachtskampagne

Das starke Wachstum des Konsums ist laut Gonzalez besonders angesichts der nächsten Weihnachtskampagne wichtig, wenn „die positive Trägheit  vorherrscht“. Der Experte sieht in der aktuellen Situation in Spanien ein wahrscheinliches Maximum des Konsums, wodurch es der „optimale Moment“ für Unternehmen des Sektors ist, um wertvollere Angebote, wie innovativere oder Premiumprodukte, auf den Markt zu bringen.

Quelle: Expanión vom 28.11.2017

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