Die Beschäftigung erlebt den besten September seit 2005

13.10.17 Marca España 2017

Der Arbeitsmarkt ist nach einem schwachen August wieder guten Mutes - trotz des Anstiegs der Arbeitslosenzahlen um 27.900 Personen durch das Ende der touristischen Hochzeit.

Der Arbeitsmarkt gewinnt im September nach schwächeren Monaten im Juli und August wieder an Geschwindigkeit. Im vergangenen Monat wurden 26.318 neue Stellen und insgesamt 18.336.161 Mitglieder der Sozialversicherung verzeichnet, was den bestem September seit zwölf Jahren bedeutet.

Gleichzeitig wurde ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 27.858 Personen auf insgesamt 3.410.182 Arbeitslose registriert. Diese gleichzeitige Zunahme ist im September keine Seltenheit, da viele Verträge mit dem Ende der touristischen Hochzeit auslaufen und die Beschäftigung in denjenigen Sektoren wieder steigt, die während Sommerzeit beinahe stillgelegt werden (Bildung, Bauwesen, Landwirtschaft etc.).

Wie dem auch sei, der Stellenabbau in der Hotellerie war nicht so drastisch als in den Vorjahren, da auch die Schaffung der Arbeitsplätze im Juli und August nicht derart intensiv war, als in den letzten Geschäftsjahren. Ein Grund dieses Phänomens könnte sein, dass sich die Reisezeit auf Juni und September ausdehnt, weil viele touristische Zonen in den zentralen Sommermonaten bereits gesättigt sind.

Jährliche Zahlen

Der Arbeitsmarkt beginnt auf diese Weise den jährlichen Rhythmus wiederzuerlangen und verzeichnet insgesamt 624.141 neue Erwerbstätige seit 2016. Dies bedeutet ein bemerkenswertes Wachstum im Vergleich mit den 609.849 geschaffenen Arbeitsplätzen in den zwölf Monaten vor dem August. Ebenfalls fiel die Arbeitslosenzahl im selben Zeitraum um 310.115 Personen. Die Tatsache, dass die Zahl bei der Schaffung von Arbeitsplätzen doppelt so groß ist, wie die des Rückgangs der Arbeitslosigkeit – wobei die Zahl der aktiven Bevölkerung keine Veränderung ausweist – legt nahe, dass immer mehr Personen durch bessere Beschäftigungsmöglichkeiten wieder aktiv nach Arbeit suchen.

Auf der anderen Seite trug diese Belebung des Arbeitsmarktes auch zur Verbesserung des Staatshaushaltes in zwei Bereichen bei: Geringere Ausgaben für Arbeitslosengeld und Einnahmen durch die Sozialversicherung. Im ersten Fall fielen die Ausgaben um 4,9 Prozent, was letztendlich 1,5 Milliarden Euro entspricht. Im zweiten Fall stieg die Mitgliederzahl der Sozialversicherung seit Dezember letzten Jahres von 2,06 auf 2,12 Mal der Zahl an Arbeitnehmern an. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Systems ist dieser Anstieg äußerst bedeutend, da Experten mit mindestens 2,1 Arbeitern pro Rentner rechnen müssen. Laut OECD kommt hinzu, dass dieses System in Spanien zu großzügig gestaltet ist.

Im Vergleich der autonomen Regionen führt Madrid die Schaffung von Arbeitsplätzen mit 39.577 an, gefolgt von Castilla La Mancha (16.414), den Kanaren (11.366) und Katalonien (7.954).

Quelle: Expansión, 04.10.2017

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