Die Beschäftigung in der verarbeitenden Industrie stieg im Juli auf den Stand von 1998 an, ein Rekordjahr

27.09.17 Marca España 2017

Die verarbeitende Industrie in Spanien erlebte im Juli laut des PMI-Index – veröffentlicht durch IHS Markit - sein stärkstes Wachstum seit Mai 1998.

Dieser Beschäftigungsanstieg im Juli steht zwar einer Verlangsamung der Produktion gegenüber, Schätzungen von IHS Markit zufolge wird sich diese rückläufige Tendenz aber im Jahr 2018 korrigieren. „Dieser Indikator fördert den Optimismus in dem Sinne, dass die Produktion weiter steigt und wir in die zweite Hälfte des Jahres einsteigen können“, sagte Andrew Harker, Direktor und Gesellschafter von IHS Markit.

Der PMI setzt sich aus fünf Variablen zusammen: Neue Aufträge, Produktion, Beschäftigung, Lieferfristen der Zulieferer und Lagerbestände der Einkäufe. Werden all diese Variablen berücksichtigt, kommt IHS Markit zu folgender Punktebewertung: über 50 bedeutet Wachstum, unter 50 bedeutet Rückgang. Der verarbeitende Sektor Spaniens erhielt im Juli eine Bewertung von 54 Punkten. Auch wenn dieser bereits seit Monaten wächst, musste er im Juni etwas schwächere Ergebnisse hinnehmen, als die Punktebewertung bei 54,7 lag. Der Monat Juli war ohnehin der schwächste seit März.

„Die Produktion sah sich an einem bestimmten Punkt durch den Druck in der Lieferkette und die Knappheit an Rohstoffen beschränkt“, erklärte Harker. Angesichts dieses Panoramas der Knappheit „haben die Hersteller Anstrengungen unternommen, um ihre Kapazitäten durch eine zügige Einstellung von Personal auszuweiten“, so der PMI-Index.

Diese Daten stehen im Einklang mit dem Wachstum des BIP der Europäischen Union im zweiten Quartal 2017, von welchem Eurostat ebenfalls am 01.09.2017 berichtet hatte. Verglichen zum Vorjahreszeitraum wuchs die Wirtschaft der EU zwischen April und Juni um 2,2 Prozent. Bezogen nur auf die Eurozone lag das Wachstum laut Eurostat innerhalb des Jahres bei 2,1 Prozent.

Quelle: Expansión, 02.09.2017

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