Gamesa und Siemens realisieren Fusionsprojekt

28.07.16 Marca España 2016, Nachrichten 2016

Gamesa und Siemens realisieren ihr Fusionsprojekt, das eine Extra-Dividende in Höhe von einer Milliarde Euro mit sich bringt.

Im Rahmen der Fusion erhalten die Aktionäre von Gamesa eine außergewöhnliche Dividende in Höhe von 3,75 Euro pro Aktie. Gamesa und Siemens haben Ende Juni das gemeinsame Fusionsprojekt bestätigt, bei dem das Geschäft des spanischen Windkraftanlagenherstellers mit der  Windsparte des deutschen Konzerns vereint wird, um damit die größte Windkraft-gruppe weltweit zu schaffen. Im Rahmen dieser Investition schlägt der Verwaltungsrat von Gamesa dem Vorstand eine Extra-Dividende in Höhe von 3,75 pro Aktie vor - für maximal 279.268.787 Aktien. Insgesamt kann sich diese Sonderauszahlung auf bis zu 1,047 Milliarden Euro belaufen. Zusätzlich, könnte es auch eine weitere gewöhnliche Dividende geben.


Im Einklang mit dem vereinbarte Ausbildungsaustausch, erhält Siemens, nach Angaben der Comisión Nacional del Mercado de Valores (CNMV), Aktien von Gamesa, im Wert von 59% des Stammkapitals aus der Fusion, während die aktuellen Aktionäre von Gamesa Inhaber der übrigen 41 Prozent sein werden.

Das Stammkapital von Siemens Wind Holdco, die Gesellschaft, die für das Windgeschäft des deutschen Unternehmens zuständig ist, vor der Fusion umfasst 68.318.681,15 Euro, verteilt auf 401.874.595 Anteile mit einem Nominalwert von je 0,17 Euro.

Effekte

Die Auswirkung der Fusion hängt von der Zustimmung der Aktionäre von Gamesa und anderen Bedingungen ab, wie der Zulassung durch Wettbewerbsbehörden und der Befreiung von der Verpflichtung der CNMV, ein öffentliches Angebot zur Übernahme zu formulieren.

Am 17. Juni haben Gamesa und Siemens einen Fusionsvertrag zur Übernahme von Siemens Wind Power durch Gamesa unterzeichnet. Aus dieser Fusion entsteht ein Windenergieunternhemen mit 69 Gigawatt, aufgestellt in der ganzen Welt, mit einem Auftragswert in Höhe von 20 Milliarden Euro, Steuern in Höhe von 9,3 Milliarden Euro und einem EBIT von 839 Millionen Euro, nach Angaben zu den letzten 12 Monate bis März 2016. Gamesa und Siemens schätzen, dass 4 Jahre nach dem Abschluss Synergien im Wert von von 230 Millionen Euro jährlich in Form von EBIT geschaffen werden.

Komplementarität

Diese Investition erlaubt es, von komplementären Stärken bezüglich globaler Präsenz und eines Protfolios mit konkurrenzfähigeren Produkten zu profitieren. Insbesondere dank der Positionierung der Windenergiegeschäfte von Siemens und Gamesa, profitiert die Summe beider von attraktiven Wachstumsaussichten, sowohl im „onshore“- als auch im „offshore“-Bereich. Das Siemens-Windgeschäft hat eine bedeutende Präsenz in den USA und Europa, während Gamesa besonders in Schwellenländern wie Indien oder Lateinamerika vertreten ist. Um die Integration des Siemens-Windgeschäfts mit dem von Gamesa durch eine Fusion zu ermöglichen, wird Siemens eine interne Reorganisation durchführen, die bis zum 31. Juli 2017 abgeschlossen sein soll. Es wird auch einvernehmlich ein unabhängiger Sachverständiger bestimmt, der einen Bericht über die Fusion und das Vermögen, das Siemens Wind Power dem Unternehmen Gamesa liefert, ausarbeiten soll.

Quelle: Expansion

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