Immobilienmarkt Spanien 2016: Wohnungspreise steigen um 5,7 Prozent

16.02.17 Marca España 2017, Nachrichten 2017, Global AHK News, Global DEint News

2016 wurde ein deutlichen Anstieg der Wohnungspreise festgestellt, der auch für 2017 prophezeit wird. Immobilien haben eine Aufwertung von 13,3 Prozent erfahren und die Verkäufe wuchsen um 13,9 Prozent im vergangenen Jahres - dank dem Anstieg auf den Balearen (+30 Prozent) und in Katalonien (+21 Prozent). Die Vorhersage für 2017 besagt, dass die Immobilienpreise weiter um die 5 Prozent ansteigen.

In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres stiegen die Häuserpreise um 1,9 Prozent- so dass man laut Branchenindex IPVVR (Indice de Precio de la Vivienda de Ventas Repetidas) bereits von einem Anstieg für 2017 sprechen kann.

Ein weiterer Schlüsselaspekt der Entwicklung ist der Anstieg der Wohnungsverkäufe um 13,9 Prozent auf 403.743im letzten Jahr, das sind 49.205 mehr als 2015. So wurde die psychologische Hürde von 400.000 Transaktionen überschritten, was seit 2010 nicht mehr vorgekommen ist.

Die Wohnungspreise ziehen stark an. Nach einem jahrelangen Bauboom  war in Spanien 2008 die Immobilienblase geplatzt und das Land in eine Wirtschaftskrise gestürzt. Die Erholung am Immobilienmarkt erreicht mit Preissteigerungsraten auf Vorkrisenniveau 2016 einen neuen Höhepunkt.

Im vergangenen Jahr wurden 72.587 Käufe von Immobilien gezählt, das sind 3,2 Prozent weniger als 2015. Was die „genutzten“ Wohnungen betrifft erfassen diese 331.156 - das beste Ergebnis seit 2008. Das sind 82 Prozent des Marktes und rund 18,46 Prozent mehr als 2015.

Obwohl der Durchschnittspreis pro Quadratmeter Wohnraum in absoluten Zahlen nicht spezifiziert wird, sondern nur seine Entwicklung, konnte festgestellt werden, dass sich der Wohnungspreis auf einem vergleichbaren Niveau wie Mitte 2012 und Ende 2004 befindet und dass man sich, in Zahlen gesehen, der Anfangsphase der stärksten Wachstumsphase (2004-2006) annähert.

Die Preise werden mit ähnlicher Rate wie im Jahr zuvor steigen. Die Entwicklung des Immobilienmarktes und der Wirtschaft im Allgemeinen stehen der  Sorge eines anhaltenden Preisanstiegs auf dem Immobilienmarkt gegenüber. Obwohl die Reaktivierung des Hypothekenmarktes, das Wirtschaftswachstum, die niedrigen Zinsen und die starke, ausländische Nachfrage ein günstiges Szenario darstellen, gibt es trotzdem zahlreiche Risiken, die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben könnten.

Alle von Spaniens autonomen Gemeinschaften haben einen Anstieg der Immobilienkäufe in 2016, im Vergleich zu 2015, erfahren.
Die größten Wachstumsraten lassen sich auf den Balearen (+30 Prozent), in Katalonien (+21,1 Prozent) und in Asturien(+17 Prozent) feststellen. In 12 Regionen erreicht die Wachstumsrate den zweistelligen Bereich.

Rund 13,57 Prozent der Gesamtkäufe wurden 2016 aus dem Ausland getätigt. Dies ist die dritthöchste Zahl in der Geschichte und unterstreicht die hohe Nachfrage nach Immobilien aus dem Ausland. Käufer aus dem Vereinigten Königreich verlieren hierbei auf Grund der Sorge vor den Folgen des Brexit an Gewicht.

(Quelle: Expansión)

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