Spanische Autobauer erobern neue Märkte

25.10.16 Marca España 2016

Spanische Autokonzerne erschließen vermehrt neue Märkte in Asien, dem Mittelmeerraum und Amerika. Diese stellen bereits 20 Prozent der Absatzgebiete dar und diversifizieren den Export, der zuvor hauptsächlich auf europäische Länder ausgerichtet war.

Der Export spanischer Autohersteller erlebt einen neuen Trend. Im ersten Halbjahr 2016 wurden nach Angaben von Anfac 297.000 Fahrzeuge aus Spanien in neue Absatzgebiete außerhalb der EU-Grenzen vertrieben. Der Entwicklung hin zu neuen Märkten nimmt in Spanien seit Jahren zu. Insgesamt findet man Fahrzeuge made in spain bereits in 176 verschiedenen Ländern. Grund dafür ist unter anderem die vergangene Wirtschaftskrise in Spanien sowie die Instabilität einiger europäischer Länder, die einen diversifizierten Export verlangen. Weiterhin zeigen sich spanische Autobauer zunehmend ambitioniert, sich global auszurichten, wie Jesús Alonso, Präsident von Ford Valencia bekundet: „Unsere Produkte auf allen fünf Kontinenten zu vertreiben ist ausschlaggebend dafür, die volle Kapazität unseres Werks ausnutzen zu können.“

Im vergangenen Jahr vertrieben spanische Firmen 114.000 Fahrzeuge in der Türkei, 31.290 in Algerien, 20.800 in Israel und 8.400 in Tunesien. Neben dem Mittelmeerraum, der durch seine geographische Nähe punktet, sind spanische Autos vermehrt in den Vereinigten Staaten, in Mexiko, Chile, Japan und Südkorea zu finden. Insbesondere die Nachfrage nach Klein- und Mittelklassewagen ist in diesen Gebieten groß. 

Trotzdem dominieren weiterhin die Vorteile des europäischen Binnenmarkts, die geographische Nähe und die weitestgehend gemeinsamen Währung, weswegen der Exportanteil spanischer Fahrzeuge innerhalb der Europäischen Union immer noch bei 80 Prozent liegt. 

(Quelle: Expansión)

Ansprechpartner

Martin Schneider

Leiter Kommunikation

+34 91 353 09 24
E-Mail schreiben