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AHK Spanien ermöglichte interkulturelles Berufspraktikum
Kategorie: News 2010„Wir möchten junge Menschen bei ihrer Ausbildung unterstützen, denn eine gute Ausbildung ist die beste Eintrittskarte in ein erfolgreiches Berufsleben“, sagte Carsten Moser, neu gewählter Präsident der AHK Spanien, am 22. Juni bei dem Abschlussgespräch eines von der AHK Spanien organisierten Praktikantenaustauschs.
Auf dem Treffen in Madrid berichteten die spanischen Auszubildenden von ihren praktischen Erfahrungen in Deutschland, die sie im Rahmen eines dreimonatigen Pflichtpraktikums am Ende ihrer theoretischen Ausbildung gesammelt haben. Die AHK Spanien ermöglicht seit 2007 in Zusammenarbeit mit der autonomen Region Madrid ein Austauschprogramm, das spanische Auszubildende nach Deutschland vermittelt.
Bei einem abschließende Evaluationstreffen sprachen die jungen Leute über ihr Leben in Deutschland, die Arbeit in den Betrieben und die Probleme, die sie bei ihrem Auslandsaufenthalt hatten. Daneben präsentierten Reinhard Giese, Leiter des Bereichs Berufsbildung der AHK Spanien, die Ergebnisse einer Befragung unter den teilnehmenden deutschen Unternehmen. Das Fazit der Unternehmerseite fiel sehr positiv aus: Über 90 Prozent der Arbeitgeber waren mit der Leistung der Auszubildenden zufrieden und bewerten das Projekt als Erfolg. Zudem können sich jene Betriebe vorstellen auch in Zukunft spanische Praktikanten zu übernehmen. „Das ist ein phänomenales Resultat, das die Bedeutung dieses Projektes unterstreicht“, bewertete Giese das Ergebnis für das Ausbildungsprojekt.
31 spanische Praktikanten, aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern, reisten im April nach einem einwöchigen Intensiv-Sprachkurs bei der Sprachschule TANDEM in Madrid nach Deutschland, um dort ihr Pflichtpraktikum zu absolvieren. Vor Ort erhielten die Teilnehmer zweimal pro Woche je eineinhalb Stunden Sprachkurs zumeist in Schulen der Gruppe TANDEM e.V.
Neben der beruflichen Erfahrung stand besonders der interkulturelle Aspekt der Initiative im Vordergrund. In den verschiedensten deutschen Städten hatten die Auszubildenden die Möglichkeit das Leben in Deutschland kennen zu lernen. Dabei bereitete nicht nur die sprachliche Barriere Probleme. Schnell erkannten die Teilnehmer auch kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Spaniern, sodass von den Teilnehmern vor allem Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abverlangt wurde. Dennoch wurde über diese Probleme hinweg das Projekt von den Auszubildenden ausschließlich positiv bewertet.
Exemplarisch dafür stehen hierfür die Erfahrungen des 24-jährigen Miguel Barba Pérez. Dieser verbrachte sein Auslandspraktikum in München. Dort arbeitete er in der Marketing-Abteilung des Haustiershops „Zooplus“. Von seiner Arbeit und dem Leben in Deutschland war der Auszubildende begeistert. „Mir hat besonders die professionelle Arbeitsweise des Unternehmens gefallen. Von Anfang an hat mich meine Abteilung in alle Projekte eingebunden, weswegen ich viel gelernt habe“, resümiert der 24-Jährige sein Praktikum. Darüber hinaus habe ihm das Leben in München gefallen. „Auch wenn ich mit der deutschen Sprache meine Probleme hatte, hat es mit der Kommunikation letztlich gut funktioniert.“ Das Projekt war für beide Seiten erfolgreich, denn bereits in den kommenden Monaten wird der 24-jährige Handelskaufmann nach München zurückkehren und sein Praktikum über das Ausbildungsprojekt hinweg fortsetzen.
Im Fokus der Initiative stehen neben den beruflichen Aspekten auch der interkulturelle Austausch. Die Auszubildenden müssen sich in einer fremden Umgebung und in einem anderen Land zurechtfinden. Bei diesem Prozess werden sie allerdings weitestgehend unterstützt. Denn die AHK Spanien steht den Teilnehmern während und vor dem Praktikum beratend zur Seite, vermittelt die Praktikumplätze und sucht nach geeigneten Unterkünften für die Bewerber. Finanzielle Unterstützung erhalten die Praktikanten von der autonomen Region Madrid in Form eines Stipendiums.



