Finanzierungsrunden spanischer Start-ups auch im ersten Quartal des Jahres erfolgreich

Wirtschaft | Für die spanischen Start-ups verlief das erste Quartal 2019 hinsichtlich ihrer Finanzierungsrunden äußerst erfolgreich. Von Januar bis April gelang es den jungen Unternehmen, etwa 126 Millionen Euro einzuwerben. Zwar liegt dieser Wert rund 52 Millionen unter dem des Vorjahres, jedoch wurde dieser auch stark von der Investitionsrunde des Taxidienstleisters Cabify beeinflusst, welcher sich im letzten Jahr mit ca. 130 Millionen Euro finanzierte. Im Hinblick auf die Fähigkeit Gelder zu akquirieren, ragt dabei vor allem die Technologieregion rund um Barcelona heraus.

Rund 61% der Investitionen flossen nach Barcelona, der Hauptstadt der autonomen Region Kataloniens. Dahinter folgen Madrid, Valencia, Bilbao sowie A Coruña im Norden des Landes. Insgesamt wurden bis April 2019 exakt 14 Finanzierungsrunden mit einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 9 Millionen Euro durchgeführt, wohingegen im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt 18 Runden abgehalten sowie durchschnittlich 9,8 Millionen Euro erlöst wurden. Dies spiegelt zugleich den fortschreitenden unternehmerischen Reifeprozess der Start-ups in Spanien wider, bei dem mit stetig weniger (Geld-)Operationen gleichzeitig höhere Investitionssummen generiert werden.

Innerhalb der Start-ups erhielt zwischen Januar und April 2019 das Unternehmen Red Points mit 34 Millionen Euro die größte Zahlung. Das Unternehmen, welches damit seine Finanzierung im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln konnte, entwickelt Plattformen, mit denen Markenfälschungen frühzeitig erkannt und unterbunden werden können. Darüber hinaus konnte Badi, ein Unternehmen das Marktplätze zur Vermietung von Wohnungen betreibt, durch den Einstieg eines US-Investors eine Verdreifachung des Investitionsvolumens verzeichnen. Das Ensemble rund um die Top-4 komplettieren das Fintech Fintonic mit 19 Millionen sowie Mr Jeff mit rund 10 Millionen Euro, welches in Spanien erfolgreich Wäsche- und Bügelservices anbietet.

Quelle: Expansión, 22.04.2019.

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