Lohn- und Lohnnebenkosten - Portugal

Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal nimmt zu / Von Oliver Idem und Caroline Cöster Domingues, Leiterin Recht und Steuern, AHK Portugal

Madrid (GTAI) - Die Arbeitskosten in Portugal stiegen im 1. Quartal 2019 um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Durch das Gesetz 93/2019 wurden wesentliche Befristungsregelungen geändert.

Allgemeines zum Arbeitsmarkt

Portugals Wirtschaftswachstum hat sich etwas abgeschwächt, soll aber 2019 und 2020 mit real 1,7 Prozent immer noch relativ hoch ausfallen. Die Arbeitslosenquote dürfte 2019 wieder nahe dem Vorkrisenniveau liegen. Im 2. Quartal 2019 standen 6,3 Prozent Arbeitslosigkeit insgesamt einer Quote von 18,1 Prozent Erwerbslose im Alter von 15 bis 24 Jahren gegenüber. Das Statistikamt INE ermittelte die höchste örtliche Arbeitslosigkeit in der Autonomen Region Azoren (8,2 Prozent) und in der Region Lissabon (7,1 Prozent). In Zentralportugal ging die Tendenz mit 4,7 Prozent nahezu in Richtung Vollbeschäftigung.

Kehrseite der positiven Arbeitsmarktentwicklung ist eine Knappheit an bestimmten Fachkräften. Hinzu kommt, dass während der Krisenjahre mehrere hunderttausend Menschen Arbeit im Ausland suchten und nur ein Teil von ihnen bislang zurückkehrte. Für ein Land mit rund 5,2 Millionen Erwerbspersonen bedeutete dieser Verlust an Arbeitskräften einen enormen Aderlass. Zudem schrumpft und altert die portugiesische Bevölkerung tendenziell. Im Jahr 2018 betrug der Bevölkerungsrückgang 0,3 Prozent.

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