Welttourismusverband plant Milliardeninvestitionen in Spanien

Wirtschaft | Die Geschäftsführung des Weltverbandes für Reisen und Tourismus (WTTC) gab auf ihrem alljährlichen Treffen in der andalusischen Hauptstadt Sevilla bekannt, dass in den nächsten Jahren rund drei Milliarden Euro in den spanischen Fremdenverkehrssektor investiert werden sollen. Die Tagung, bei der mehr als 1.500 Delegierte teilnahmen, gilt als wichtigste Konferenz und Gradmesser der Branche.

Die Präsidentin des WTTC, Gloria Guevara, betonte: „Spanien ist das führende Land, wenn es darum geht, den Tourismus als Motor für Wirtschaftswachstum, sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu begreifen“. Darüber hinaus hätte es die spanische Wirtschaftspolitik geschafft, Voraussetzungen für ein langfristiges und vor allem nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Bei der Konferenz ebenfalls anwesend war der spanische Regierungschef Pedro Sánchez, der die Investitionen ausdrücklich begrüßte. „Spanien ist eine Weltmacht in Sachen Tourismus. Im Rahmen des Geschäftsjahres 2018 werden wir abermals Rekorde brechen“, kündigte der Regierungschef an. Neben den erfreulichen Ergebnissen in den etablierten Tourismushochburgen, sieht Sánchez jedoch noch Wachstumspotentiale in ländlichen Gebieten. So verbindet er mit dem Tourismus auch die Chance, der in Spanien vorherrschenden Landflucht und der damit einhergehenden Agglomeration der Bevölkerung in Ballungszentren, den Kampf anzusagen. Mittelfristig stünden neben Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 auch Chancen wie Big Data und die Nutzung von künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt.

Der Verband, welcher insgesamt 170 Mitglieder umfasst, wird unter anderem durch Geschäftsführer aus der Kreuzfahrt-, Hotellerie-, Einzelhandels- sowie Luftfahrtbranche geleitet. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen neben Hotelketten wie Hyatt, Marriot und Hilton auch global operierende Airlines wie Emirates und United Airlines.

Quelle: Expansión, 03.04.2019.

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