Windenergie in Spanien zwischen Aufschwung und Hype

Anträge für neue Anlagen übersteigen den Bedarf bei Weitem / Von Oliver Idem

Madrid (GTAI) - Die Windenergie steht in Spanien vor einem zweiten Frühling, vor allem durch Offshoreanlagen, Modernisierung und Speicher. Das Stromnetz verkraftet aber nicht alle geplanten Projekte. Eine neue Branchenagenda soll dem erstarkenden Windenergiesektor in Spanien den Weg ebnen. Der Windkraftverband AEE und das Industrieministerium wollen sich für die Modernisierung bestehender Parks und den Ausbau der Offshore-Windenergie sowie logistische Verbesserungen einsetzen. Weitere Eckpfeiler der im September 2019 präsentierten Strategie sind Wettbewerbsfähigkeit, Forschungsförderung und Internationalisierung.

Die Windkraft konnte ihren Anteil am Strommix Spaniens 2018 ausbauen. Die gesamte Erzeugung sank dem BP Statistical Review of World Energy zufolge um 0,2 Prozent auf 275 Terrawattstunden. Davon stammten 50,8 Terrawattstunden aus Windstrom, was einem Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die installierte Windkraftkapazität nahm um 392 auf 23.484 Megawatt zu. Insgesamt 1.123 Windparks waren in 807 Gemeinden angesiedelt, die meisten davon in Kastilien, Galizien, Andalusien und Aragón.


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