Der Staatssekretär für Industrie und Tourismus, Jordi García Brustenga, und der Direktor für Internationale Beziehungen der HANNOVER MESSE, Marco Siebert, unterzeichneten Ende November ein Memorandum of Understanding (MoU), mit dem Spanien als Gastland der HANNOVER MESSE 2027 bestätigt wurde. Dieses Abkommen stärkt Spaniens Rolle als strategischer Partner Deutschlands und ist ein Beispiel für die gute Dynamik der aktuellen bilateralen Zusammenarbeit. An der Unterzeichnung nahmen außerdem der Parlamentarische Staatssekretär für Digitalisierung der Bundesrepublik Deutschland, Thomas Jarzombek, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Tanja Gönner, sowie der Präsident der Deutschen Handelskammer für Spanien, Osmar Polo, teil.
Die Unterzeichnung des Memorandums of Understanding fand im Rahmen des XI. Deutsch-Spanischen Wirtschaftsforums statt, das am 27. November unter dem Vorsitz von König Felipe VI. und dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, am Sitz des spanischen Unternehmerdachverbands CEOE in Madrid stattfand. Das Treffen brachte Führungskräfte führender Unternehmen beider Länder zusammen, um Themen wie die industrielle Zusammenarbeit in Europa, die technologische Wettbewerbsfähigkeit, die Energiewende, die strategische Autonomie und die Entwicklung der Lieferketten zu vertiefen. Die Anwesenheit beider Staatsoberhäupter unterstreicht die Tiefe der bilateralen Beziehungen und das Gewicht der wirtschaftlich-industriellen Allianz zwischen Deutschland und Spanien.
Die Beteiligung Spaniens als Gastland der HANNOVER MESSE 2027 steht im Einklang mit dem Prozess der Reindustrialisierung und technologischen Transformation, den die spanische Regierung vorantreibt. Dieser sieht die Mobilisierung von 3,5 Milliarden Euro über nationale Programme vor, die auf die Modernisierung und Förderung der Nachhaltigkeit der Industrie abzielen und bereits rund 900 Unternehmen zugutegekommen sind.
Jordi García Brustenga, Staatssekretär für Industrie und Tourismus, erklärte: „Spanien und Deutschland verbindet eine starke industrielle Partnerschaft, die auf Vertrauen und einer gemeinsamen Vision für die wirtschaftliche Zukunft Europas basiert. Die Teilnahme Spaniens als Gastland der HANNOVER MESSE 2027 spiegelt die Stärke unseres industriellen Gefüges und unser Engagement für eine nachhaltigere, technologisch fortschrittlichere, digitalere und wettbewerbsfähigere Industrie wider. Für Spanien ist es eine Ehre, diese strategische Partnerschaft zu stärken und gemeinsam das industrielle Wachstum Europas weiter voranzutreiben.“
Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, betonte die Bedeutung der Unterzeichnung dieses Abkommens. Er erklärte, dass Spanien ein unverzichtbarer Partner der Europäischen Union sei und bei der HANNOVER MESSE 2027 seinen Beitrag zu den wirtschaftlichen und industriellen Zielen Europas unter Beweis stellen werde.
Mit über 4.000 ausstellenden Unternehmen ist die HANNOVER MESSE die weltweit führende Industriemesse und der wichtigste internationale Treffpunkt für die Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik, digitale Industrie und Energiesektor. Hier werden Lösungen präsentiert, die eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Produktion vorantreiben. Ergänzt wird die Messe durch ein umfangreiches Konferenzprogramm. Die Ausgabe 2027 bietet Spanien eine herausragende Plattform, um seine Führungsrolle in Bereichen wie industrielle Digitalisierung, Energiewende, nachhaltige Mobilität, technologische Innovation und Exportfähigkeit seiner Industrie unter Beweis zu stellen. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 20. bis 24. April 2026 in Hannover statt – mit Brasilien als Gastland.