Die Deutsche Handelskammer für Spanien ist mit dem Präsidenten der Generalitat de Catalunya, Salvador Illa, und dem katalanischen Minister für EU-Angelegenheiten und auswärtige Beziehungen, Jaume Duch, zu einem institutionellen Gespräch zusammengekommen. Dabei wurden die wichtigsten Anliegen der deutsch-spanischen Wirtschaft in Katalonien thematisiert.
Präsident Paco Pérez Botello wurde von Geschäftsführer Mischa Groh, Almudena Sánchez, Leiterin des Büros in Barcelona, und Martin Schneider, Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, begleitet. Auf deutscher Seite nahm außerdem Elmar Jakobs, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Barcelona, an dem Treffen teil.
Während des Treffens hob die Deutsche Handelskammer die Bedeutung deutscher Unternehmen für die katalanische Wirtschaft hervor. Sie schaffen dort mehr als 70.000 direkte Arbeitsplätze, haben rund 20 Milliarden Euro in Katalonien investiert und verfügen über eine seit Langem fest verankerte industrielle Präsenz in der Region.
Das Treffen bot Gelegenheit, sich über einige der wichtigsten Faktoren auszutauschen, die die industrielle Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren bestimmen werden. Dazu gehörten Investitionen, Energie und Infrastruktur, die Vereinfachung administrativer Verfahren, Mobilität und Fachkräfte sowie die Rolle von KMU und des deutschen Mittelstands.
Die Delegation der Deutschen Handelskammer informierte sich außerdem über die wichtigsten Schwerpunkte des Pacte Nacional per a la Indústria 2026–2030 und deren Verbindung zu den Anliegen und Erfahrungen der deutsch-spanischen Unternehmen in Katalonien.
Schwerpunkte der neuen Präsidentschaft der Deutschen Handelskammer
Das Treffen diente auch dazu, der katalanischen Regierung drei Schwerpunkte der neuen Präsidentschaft der Deutschen Handelskammer vorzustellen: die Stärkung des institutionellen Austauschs, eine stärkere Einbindung von KMU und den Ausbau der Präsenz der Kammer in Katalonien.
In diesem Zusammenhang bekräftigten beide Seiten ihre Absicht, den direkten und kontinuierlichen Austausch fortzuführen und weiterzuentwickeln, um den Dialog zwischen den Institutionen und der deutsch-spanischen Wirtschaft zu fördern.
Die Beziehungen der Deutschen Handelskammer zu Katalonien reichen mehr als ein Jahrhundert zurück. Die Kammer wurde 1917 in Barcelona gegründet und wird 2027 ihr 110-jähriges Bestehen feiern, mit dem Ziel, auch künftig zur Stärkung der Wirtschafts- und Unternehmensbeziehungen zwischen Deutschland und Katalonien beizutragen.