„Spanien kann eine bedeutende Rolle in der europäischen digitalen Agenda spielen“
19/06/2026 | INTERVIEW MIT OSMAR POLO, CEO VON T-SYSTEMS IBERIA | Die digitale Souveränität ist zu einer der großen strategischen Koordinaten im heutigen Europa geworden. Mit seinem T-Cloud-Ökosystem und insbesondere mit T Cloud Public — der hyperskalierbaren europäischen Cloud der Deutschen Telekom — sowie der Industrial AI Cloud mit 10.000 GPUs in Deutschland hat sich T-Systems an die Spitze der europäischen Alternativen zu den großen US-amerikanischen und chinesischen Hyperscalern gesetzt.
In diesem Kontext beschäftigt T-Systems Iberia heute rund 3.800 Fachkräfte in Spanien und hat seinen Hauptsitz im digitalen Technologieviertel 22@ in Barcelona. Von dort aus und über seine Kompetenzzentren in Granada und Reus bietet das Unternehmen digitale Lösungen für den privaten und öffentlichen Sektor auf nationaler wie internationaler Ebene. Das Kompetenzzentrum Granada – seit 2016 in Betrieb, mit über 700 Fachkräften – entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Universität Granada Projekte in den Bereichen KI, Big Data, Cloud, Datenräume und elektronische Verwaltung. Die Aktivitäten dieser Hubs stärken Spaniens Rolle innerhalb der europäischen Technologiestrategie der Gruppe, auch durch die Beteiligung an Initiativen wie GAIA-X, Catena-X oder Cofinity-X, die auf den Aufbau souveräner digitaler Infrastrukturen, industrieller Datenräume und sicherer Modelle für den Datenaustausch zwischen Unternehmen ausgerichtet sind.
Seit 2017 steht Osmar Polo als CEO für Spanien und Portugal der Deutschen Telekom-Gruppe an der Spitze von T-Systems Iberia, mit fast zwei Jahrzehnten Berufserfahrung im Unternehmen und einer Laufbahn, die auch Brasilien und Deutschland umfasst. Bis Anfang Juni dieses Jahres war er zudem Präsident der Deutschen Handelskammer für Spanien und vertrat in dieser Funktion die strategische Rolle Spaniens und die bilateralen Beziehungen im neuen digitalen und industriellen Europa.