Großprojekt „Madrid Nuevo Norte“ - Madrids Manhattan verzögert sich

Wirtschaft | Durch das Nichteinreichen von Dokumenten seitens der Madrid Stadtregierung wird sich das Großprojekt „Madrid Nuevo Norte“ ein weiteres Mal verzögern. Die städtebauliche Neugestaltung sieht dabei, neben dem Bau von drei weiteren Wolkenkratzern, ebenfalls die Schaffung eines neuen Umsteigeknotens für den Nahverkehr sowie eine flächendeckende Begrünung des Areals rund um die „Cuatro Torres“ im Norden der Stadt vor.

Insgesamt sollen durch das Konzept 365 neue Gebäude entstehen, in denen 10.500 Wohnungen Platz finden werden. Dies entspricht einem Bauvolumen von mehr als 2,6 Millionen Quadratmetern, für das ein privatfinanziertes Investitionsvolumen von 6 Milliarden Euro notwendig ist. Zudem soll „Madrid Nuevo Norte“ den Anschluss von 40 Nahverkehrslinien ermöglichen. Die neue Verkehrsdrehscheibe wird hierbei nur wenige hundert Meter von einer der drei neuen Metrostationen entstehen, welche im Rahmen des Großprojektes ebenfalls vorgesehen sind. Neben der Erweiterung des Liniennetzes plant man darüber hinaus die Unterführung des Stadtverkehrs im Areal. Durch die Tieferlegung soll die Renaturierung und Begrünung des Gebiets am Ende der wichtigen Verkehrsstraße La Castillana erreicht werden, die das Finanz- mit dem Stadtzentrum verbindet.

Das zur Disposition stehende, 16.000 Seiten umfassende Planungswerk, kann nach dem Delegierten für nachhaltige Stadtentwicklung, José Manuel Calvo, frühestens im April 2020 verabschiedet werden. Die Stadtregierung wartet aufgrund des massiven Eingriffs in die Natur wiederum auf einen Umweltbericht der dafür zuständigen Regierung der Region Madrid. „Wir hoffen, dass wir alle in dieselbe Richtung rudern, damit wir das Projekt schnell voranbringen können“, ergänzte Calvo abschließend.

Quelle: Expansión, 14/3/2019/ La Razón, 21/3/2019

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